____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Rainer Fetscher
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Rainer Fetscher (* 26. Oktober 1895 in Wien als RenĂŠ Felix Fetscher; â 8. Mai 1945 in Dresden) war ein deutscher Mediziner, Erbforscher und Eugeniker. Er ist der Vater des Politologen Iring Fetscher. In Dresden hatte und hat Fetscher den Ruf eines Humanisten und Antifaschisten, was sich u. a. in zahlreichen postumen Ehrungen niederschlug.
In neuerer Zeit ist Fetscher jedoch im Zusammenhang mit seinen erbbiologischen Forschungen auch kritisch beurteilt worden.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Leben
⢠Wirken
⢠Postume Ehrungen
⢠Schriften
⢠Literatur
⢠Einzelnachweise
⢠Weblinks
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Der Sohn des wßrttembergischen Kaufmanns Emil Fetscher legte am Wiener Elisabeth-Gymnasium (heute Rainergymnasium) die Reifeprßfung (Matura) ab und nahm im Jahr 1914 ein Studium der Medizin an der Universität zu Wien auf.cite-ref-sch1-2-0[2] Im November 1914 trat er jedoch freiwillig in das Deutsche Heer ein und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Im Jahr 1918 schied er aus dem Heeresdienst aus.
Im Dezember 1918 setzte Fetscher sein Medizinstudium an der Universität TĂźbingen fort.cite-ref-sch1-2-1[2] Dort wurde er Conkneipant und später Alter Herr mit Schleife der Studentenverbindung Landsmannschaft Schottland.cite-ref-3[3] 1921 erhielt er die Approbation und wurde mit einer Arbeit âĂber die Vererblichkeit des angeborenen KlumpfuĂesâ promoviert.cite-ref-sch1-2-2[2] Nach dem Studienabschluss im Mai absolvierte er eine mehrmonatige Tätigkeit als Medizinalpraktikant am Katharinenhospital in Stuttgart. Am 30. Mai 1921 hatte er in Marbach Kläre MĂźller (1899â1987) geheiratet, die er aus einem Lazarett kannte. Das Paar hatte drei Kinder.cite-ref-sch2-4-0[4]
Im Oktober 1921 ging Fetscher nach Dresden, wo er eine Assistentenstelle am Hygiene-Institut der Technischen Hochschule Dresden beim Ordinarius fĂźr Hygiene, Philalethes Kuhn (1870â1937), antrat. Fetscher kannte Kuhn noch aus dem Studium in TĂźbingen und teilte dessen Interesse an Erbbiologie und Sozialhygiene.cite-ref-sch2-4-1[4] 1923 habilitierte er sich bei Kuhn âĂber die Knabenziffer beim Menschenâ. Neben einem erbbiologischen Forschungsprojekt an Sexualstraftätern, das er im April begann, lehrte Fetscher ab 1923 am Hygiene-Institut allgemeine und soziale Hygiene und von 1925 bis 1927 am Pädagogischen Institut der TH Dresden.cite-ref-sch2-4-2[4] Während Kuhn sich fĂźhrend in der vĂślkischen Bewegung Ostsachsens engagierte, stand Fetscher eher der SPD nahe. Als Student hatte er mit dem Sozialistischen Studentenbund sympathisiert, und später unterhielt er Kontakte zum Verein sozialistischer Ărzte. Kuhns Berufung und Weggang nach GieĂen 1925 nahm Fetscher mit Erleichterung auf.cite-ref-sch2-4-3[4]
Im Jahr 1926 Ăźbernahm Fetscher die Leitung der dem Hygiene-Institut angeschlossenen Ehe- und Sexualberatungsstelle in Dresden.cite-ref-sch2-4-4[4] Im Deutschen Hygiene-Museum hielt er Vorträge, gab fĂźr das Museum Schriften zu Einzelthemen heraus und stand in enger Verbindung mit dem zum Hygiene-Museum gehĂśrenden Reichsausschuss fĂźr hygienische Volksbelehrung.cite-ref-s1-5-0[5] Der Medizinhistoriker GĂźnter Heidel weist darauf hin, dass bei âder WĂźrdigung des progresiven Wirkens sozialhygienisch interessierter und engagierter ärztlicher Mitarbeiter des Deutschen Hygiene-Museums in den zwanziger und frĂźhen dreiĂiger Jahrenâ nicht Ăźbersehen werden dĂźrfe, âdaĂ sie â wie bereits Grotjahn â mit der Sozialhygiene auch die in diesem Gebiet fest integrierte Eugenik im Blick hatten.â Er sieht sie deshalb in der Verantwortung, âder faschistischen Rassenhygiene den Weg geebnet zu habenâ.cite-ref-6[6] Fetscher stand als Eugeniker in hohem Ansehen, gehĂśrte ab 1928 dem Vorstand der Kriminalbiologischen Gesellschaft an und wurde von dem Schweizer Psychiater und Eugeniker August Forel mit der Neubearbeitung von dessen Buch Die sexuelle Frage beauftragt.cite-ref-s1-5-1[5] Er wurde 1928 auĂerdem zum auĂerplanmäĂigen auĂerordentlichen Professor fĂźr Hygiene an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Abteilung der TH Dresden ernannt.cite-ref-p1-7-0[7]
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Fetscher im Oktober 1933 Anwärter der SA und 1934 Mitglied des SA-Sturms 3 der Standarte R 48 in Pirna.cite-ref-p2-8-0[8] Nachdem er sich gegen Ende der Weimarer Republik bereits nationalsozialistischen Positionen angenähert hatte, ohne freilich in Einzelfragen wie der sogenannten Mischehe und im radikalen Antisemitismus der NS-Ideologie zu folgen, begrĂźĂte er ausdrĂźcklich das Gesetz zur VerhĂźtung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933. Auch unterzeichnete er im November 1933 das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler.cite-ref-sch3-9-0[9] Deshalb war er Ăźberrascht, als er am 26. Februar 1934 unter Hinweis auf § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt wurde.cite-ref-p2-8-1[8] Im sächsischen Innenministerium war man der Auffassung, dass Fetscher sich schon durch die Verteilung von VerhĂźtungsmitteln in seiner Eheberatungsstelle fĂźr eine Mitwirkung am nationalsozialistischen Programm disqualifiziert habe. Zwar habe er eugenische Sterilisationen veranlasst, aber aus sozialen und nicht aus rassischen GrĂźnden. Das unterschied ihn in den Augen der Nationalsozialisten zu seinem Nachteil von dem Zwickauer Sterilisationsverfechter Gustav Boeters.cite-ref-10[10] Fetscher wurde zwar nicht politisch verfolgt, konnte aber nicht mehr an Tagungen teilnehmen und musste aus dem Vorstand der Kriminalbiologischen Gesellschaft ausscheiden.cite-ref-sch3-9-1[9]
An der TH Dresden lehrte Fetscher zunächst noch ein Kolleg Ăźber âAllgemeine Rassenhygieneâ.cite-ref-p2-8-2[8] Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, erĂśffnete er eine allgemeinärztliche Privatpraxis in Dresden.cite-ref-sch3-9-2[9] 1936 wurden ihm schlieĂlich auch die Venia legendi und der Professorentitel entzogen. Hintergrund war eine Eingabe der Reichsleitung der NSDAP an die Sächsische Staatsregierung, dass Fetschers Vorstellung von Rassenlehre nicht der Vorstellung des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP entspreche, und Fetscher sich vor 1933 auch nicht fĂźr die NSDAP eingesetzt habe.cite-ref-p2-8-3[8]
Iring Fetscher schreibt in seiner Biographie âNeugier und Furcht, Versuch, mein Leben zu verstehenâ Ăźber seinen Vater:
âAls aber seine jĂźdischen Kollegen entlassen werden sollten, war die Grenze seiner Anpassungsbereitschaft erreicht. Unter dem Motto: ,Hände weg von der Hochschule', rief er zur Solidarität mit diesen Kollegen auf ⌠Die Konsequenz war die Entlassung meines Vaters auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums [âŚ]â
Der Dresdner Historiker Reiner Pommerin hält hierzu fest: âEin solcher Aufruf ist nicht in den Akten Ăźberliefert oder bekannt gewordenâ. Auf Nachfrage von stern.de erklärt Iring Fetscher: âDer Aufruf kann nicht gefunden werden. Er ist mĂźndlich Ăźberliefert.â
Albrecht Scholz sieht in der Entlassung aus dem Hochschuldienst die Ursache fĂźr eine tiefgehende Wandlung von Fetschers politischen Einstellungen. Fetscher stellte insbesondere nach Beginn des Zweiten Weltkriegs Räume seiner Praxis fĂźr Treffen von Personen des Widerstands zur VerfĂźgung. Er behandelte politisch Verfolgte, Juden und sogenannte Ostarbeiter und versorgte sie kostenlos mit Medikamenten.cite-ref-11[11] Victor Klemperer berichtet in seinen TagebĂźchern 1942, dass ihm ein Angebot Ăźbermittelt worden sei, Fetscher wĂźrde Klemperers Manuskripte aufbewahren. Fetscher gelte als âsehr judenfreundlichâ.cite-ref-12[12] Nach Aussagen von Zeitzeugen stellte Fetscher 1944 Medikamente, Verbandstoffe und Lebensmittel fĂźr ein Ostarbeiterlager zur VerfĂźgung. Anfang 1945 soll er zwei Illegale unter falschem Namen in einem Krankenhaus untergebracht haben. Laut Marina Lienert und Caris-Petra Heidel gehĂśrte Fetscher einem Kreis von Antifaschisten an, der in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs Ăźber die Zukunft Dresdens diskutierte.cite-ref-lienert29-13-0[13]
Aufgrund der Reputation, die Fetscher in Widerstandskreisen genoss, bat ihn Hermann Eckardt am 8. Mai 1945, eine Gruppe von Dresdner Bßrgern zu begleiten, die dem sowjetischen Kommandanten ihre Hilfe anbieten wollte. Auf dem Weg zur Kommandantur wurde Fetscher erschossen.cite-ref-14[14] Die genauen Umstände seines Todes sind nicht geklärt, da nur widersprßchliche Angaben in persÜnlichen Erinnerungen existieren. MÜglicherweise wurde Fetscher von abrßckenden SS-Männern ermordet. Er kÜnnte bei den in der Stadt herrschenden chaotischen Zuständen aber auch von sowjetischen Soldaten erschossen worden sein.cite-ref-15[15]
Wirken
Einer der Schwerpunkte von Fetschers Arbeit war die Frage, ob und inwieweit eine erbliche Disposition zu kriminellem Verhalten besteht, bzw. ob und inwieweit familiäre, soziale und sonstige Umstände einen Menschen kriminell werden lassen. Vor diesem Hintergrund begann Fetscher im Jahr 1923, Sexualstraftäter und deren AngehĂśrige erbbiologisch zu erfassen, finanziell unterstĂźtzt von der Rockefeller Foundation. Mit seinem familienanamnetischen Ansatz kam er zu dem Schluss, dass zwischen Geisteskrankheiten und allen anderen Formen âpsychischer und sozialer Abartungâ auf der einen Seite und krimineller Delinquenz auf der anderen Seite âursächliche Beziehungenâ zu erkennen seien. Der Umwelt komme dagegen eine geringe Rolle als Kriminalitätsursache zu. Erziehung und andere sozial prägende Faktoren fanden bei Fetschers Untersuchung keine BerĂźcksichtigung. 1925 beantragte Fetscher beim sächsischen Justizministerium mit Erfolg die FortfĂźhrung und Erweiterung seiner Untersuchungen. Ăber alle sächsischen Strafgefangenen mit Strafen von mehr als drei Monaten, ausgenommen politische Straftäter, musste ein erbbiologischer Fragebogen ausgefĂźllt werden, der von der im Dresdner Landgerichtsgebäude ansässigen Kartei weiter bearbeitet wurde. Die Daten sollten als Grundlage fĂźr Gutachten in Strafverfahren dienen und in der FĂźrsorge verwertet werden.cite-ref-16[16] Der Historiker JĂźrgen Simon weist darauf hin, dass mit der Kartei
â[i]n der Zielrichtung [âŚ] hier in Teilen die nach 1933 vollzogene Praxis, sozialpolitische MaĂnahmen an das Kriterium biologischer Erbgesundheit zu koppeln, antizipiert [wird].âcite-ref-17[17]
Im Jahr 1933 enthielt die Kartei Daten Ăźber 13.500 Familien und insgesamt 145.000 Einzelpersonen.cite-ref-18[18] Obgleich Fetscher nach 1933 nurmehr Ăźber medizinische Themen publizieren durfte und aus dem Vorstand der Kriminalbiologischen Gesellschaft gedrängt wurde, blieb er bis 1936 Leiter der âErbbiologischen Karteiâ. Zu diesem Zeitpunkt waren 18.000 Familien mit 180.000 AngehĂśrigen darin erfasst.cite-ref-19[19] Ende 1933 wurde die Kartei nach einer Weisung des sächsischen Justizministeriums durchgesehen, um âPersonen fĂźr eine etwaige nachträgliche Anordnung der Sicherungsverwahrung oder Entmannung namhaftâ zu machen.cite-ref-20[20]
Ăber die âErbbiologische Karteiâ schreibt der Dresdner Arzt Steffen Sachse in seiner Dissertation:
âNach 1933 konnten die faschistischen Machthaber auf diese Kartei als eine Einrichtung zurĂźckgreifen, welche wohl von entscheidender Bedeutung fĂźr die systematische Realisierung ihres barbarischen Feldzuges gegen alle Formen ,ererbter Minderwertigkeitâ war. Die darin Registrierten mussten ständig in Angst leben, mit einem Eheverbot belegt bzw. zwangsweise sterilisiert zu werden oder später, im Rahmen des beispiellosen Euthanasie-Programms, dem organisierten Massenmord zum Opfer zu fallen.â
Den Forscherinnen Marina Lienert und Caris-Petra Heidel vom Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Institut fßr Geschichte der Medizin, schreiben:
âFetscher erwog 1929, diese Kartei in âSozialhygienische Karteiâ umzubenennen, da er offenbar den sozialen Verhältnissen eine grĂśĂere Relevanz beimaĂ als zuvor. Genutzt wurde die Kartei nach Fetschers Angaben gelegentlich fĂźr gutachterliche Zwecke im Einzelfall. Die drastische KĂźrzung der Mittel in den Jahren der Weltwirtschaftskrise verweist aber auch darauf, dass der Kartei keine Priorität eingeräumt wurde. Es ist nicht geklärt, ob Fetscher die Kartei Ăźber das Jahr 1932 hinaus gefĂźhrt hat. Auch ihr Verbleib ab 1933 ist ungeklärt. Es ist nirgends nachgewiesen, dass die Kartei später zu Zwangssterilisierungsprozessen herangezogen wurde. Dies war gesetzlich gar nicht vorgesehen, also auch sehr unwahrscheinlich.âcite-ref-lienert28-21-0[21]
Als Leiter der Dresdener Eheberatungsstelle setzte sich Fetscher dafĂźr ein, die Eheberatung rassenhygienisch auszurichten. Wie auch der Leiter der ersten amtlichen Eheberatungsstelle in Berlin, Friedrich Karl Scheumann, verstand Fetscher die Eheberatung als eine âVoreheberatungâ der Schuljugend, als âHeiratsberatungâ der Heiratswilligen und als âEhestandberatungâ von Eheleuten, um die Familie zu erhalten und zu festigen. Es handelte sich um eine auf Fortpflanzung und Nachkommenschaft ausgerichtete Beratung, die sie gegenĂźber den vom Bund fĂźr Mutterschutz propagierten Sexualberatungsstellen abgrenzten. Dabei trat Fetscher nicht nur dafĂźr ein, in den Beratungsstellen VerhĂźtungsmittel abzugeben, sondern auch fĂźr Sterilisierung aus eugenischen und sozialen GrĂźnden.cite-ref-22[22] Zwar waren solche Sterilisationen zum damaligen Zeitpunkt illegal und strafbar. Tatsächlich wurden in Deutschland eugenische und auch zwangsweise Sterilisationen aber schon vor 1933 in einem beschränkten Umfang praktiziert.cite-ref-23[23]
Dabei radikalisierte Fetscher seine Haltung zur Sterilisation zunehmend. Hatte er 1926 noch vor der âin ihrer Tragweite vielfach Ăźberschätzt[n] Unfruchtbarmachung Minderwertigerâ gewarnt, so trat er binnen weniger Jahre immer energischer fĂźr negative eugenische MaĂnahmen ein.cite-ref-24[24] 1929 schrieb er bereits: âWo der Allgemeinheit Schaden zugefĂźgt wird, hĂśrt die Freiheit der Einzelnen auf. Der Staat ist berechtigt, bei der Fortpflanzung Minderwertiger einzugreifen.âcite-ref-25[25] Auf der Tagung des Verbandes fĂźr psychische Hygiene Anfang Juni 1932 unterstrich er zudem die Ăśkonomische Effektivität seiner Beratungstätigkeit, in der er bis dahin 53-mal eine Sterilisation vermittelt habe: âEin anstaltsbedĂźrftiges Kind,â so Fetscher, âz. B. ein Taubstummer, kostet während seiner Ausbildungszeit 10-12.000 MK., die Sterilisierung 120-150 MK. hoch gerechnet. So erweist sich auch hier die vorbeugende FĂźrsorge als zweckmäĂigste Methode der Gesundheitspflege.âcite-ref-26[26] Solche Ăśkonomisch begrĂźndete Logik, so der Heilpädagoge Werner Brill, sollte späteren Entwicklungen argumentativ zuarbeiten.cite-ref-27[27]
Während seiner Tätigkeit in der Eheberatungsstelle von 1926 bis 1932 beriet Fetscher einige tausend Personen (die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle erheblich), grĂśĂtenteils in Dresden, z. T. auch in der näheren Umgebung, wo unter seiner Anleitung weitere Beratungsstellen entstanden, beispielsweise in Riesa, MeiĂen, Radeberg und Bautzen. Im Rahmen dieser Tätigkeit schlug Fetscher bei einem geringen Prozentsatz der von ihm beratenen Personen eine freiwillige Sterilisierung vor. Lienert/Heidel schreiben hierzu:
âFetscher schlug nach eingehender Untersuchung und zum Teil mehrfacher Beratung fĂźr 88 Personen ⌠eine freiwillige Sterilisierung ⌠vor, diese kam in 65 Fällen ⌠zur AusfĂźhrung. Eine Zwangssterilisierung konnte Fetscher nicht veranlassen, da die Personen nicht zur Beratung gezwungen wurden und eine Sterilisierung nicht ohne ihr Einverständnis bzw. das des gesetzlichen Vormundes vorgenommen werden durfte. Wenn Fetscher verschiedentlich schrieb, dass er Sterilisationen durchgefĂźhrt hätte, meinte er das gutachterliche Verfahren bis zu KostenĂźbernahme oder der Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes. Die Operationen selbst erfolgten in Krankenhäusern. Auch heute ist eine freiwillige Sterilisierung statthaft, wenn medizinische, genetische oder soziale GrĂźnde vorliegen.âcite-ref-lienert28-21-1[21]
Fetscher vermittelte auch die Sterilisierung von Minderjährigen und UnmĂźndigen, sofern deren Eltern bzw. VormĂźnder zustimmten.cite-ref-28[28] Bei der Beratung arbeitete Fetscher z. B. mit dem Dresdner Taubstummenlehrer Herbert Weinert zusammen. Nach dessen Angaben wurden zwischen 1930 und 1932 acht Personen mit erblich bedingten HĂśrschäden sterilisiert.cite-ref-29[29] Als engagierter BefĂźrworter eugenischer Sterilisationen versuchte Weinert mit ĂuĂerungen von GehĂśrlosen, bzw. von Eltern, die ihre Kinder hatten sterilisieren lassen, die Harmlosigkeit der Sterilisation zu belegen. So hatte eine Mutter in Dresden ihren taubstumm geborenen Sohn 1930 im Alter von 13 Jahren âaus rein eugenischen GrĂźnden sterilisieren lassenâ.cite-ref-30[30]
Fetscher selbst schrieb in Bezug auf seine Tätigkeit in der Eheberatung u. a.:
âIch selbst habe bis Ende 1932 65 [Sterilisierungen] zur DurchfĂźhrung gebracht, [âŚ] ohne dass ein Gerichtsverfahren gegen mich eingeleitet worden wäre. Der Zweck dieses Verhaltens, nämlich nachzuweisen, dass eine LĂźcke zwischen den Lebensnotwendigkeiten unseres Volkes und der Gesetzeslage klaffe, wurde damit erreicht. Eine der ersten groĂen Taten der Regierung Adolf Hitlers war der Erlass eines Sterilisierungsgesetzes, das nicht nur die MĂśglichkeit rassenhygienischer Unfruchtbarmachung schafft, sondern auch gestattet, einen Zwang auszuĂźben, wo ein solcher nicht entbehrt werden kann [âŚ]â
Obwohl Fetscher das nationalsozialistische Gesetz zur Verhßtung erbkranken Nachwuchses befßrwortete, war er selbst nie Mitglied eines der Erbgesundheitsgerichte, die ßber Zwangssterilisierungen zu befinden hatten. Laut Marina Lienert und Caris-Petra Heidel ist es auch nicht bekannt, dass Fetscher jemals einen Patienten angezeigt hätte. Einem Zeitzeugenbericht zufolge revidierte er seine anfängliche Zustimmung zu dem Gesetz und kritisierte u. a. die Zwangssterilisierung als einen Grundfehler bei der Gesetzesdurchfßhrung.cite-ref-lienert29-13-1[13]
Weiterhin schrieb Fetscher, dass âes unzweckmäĂig ist, etwa einen syphilitischen Wasserkopf mit allen Mitteln am Leben zu erhaltenâ. Nach Lienert/Heidel hat sich Fetscher aber insgesamt gegen die Euthanasie, wie sie von den Nationalsozialisten praktiziert wurde, positioniert.cite-ref-lienert28-21-2[21]
Postume Ehrungen
Am 14. Mai 1945 erwiesen mehr als 100 Personen Fetscher auf seiner Beerdigung auf dem Heidefriedhof in Dresden die letzte Ehre. Er wurde nachfolgend in Dresden sowohl von der Stadtverordnetenversammlung und dem Rat der Stadt Dresden, als auch von Freunden, SchĂźlern und Weggefährten als âbekannter Antifaschistâ, als âweit Ăźber Dresden hinaus bekannter Arztâ und âgroĂer Menschenfreundâ, als âtapferer Gelehrterâ und âLehrer und Vorbildâ geehrt.cite-ref-lienert28-21-3[21]
In der sächsischen Kreisstadt Pirna war die EOS und das daraus entstandene Gymnasium (seit 1. August 2007 unter dessen Namen mit dem Friedrich-Schiller-Gymnasium vereinigt) nach ihm benannt; in Dresden sind die FetscherstraĂe, der Fetscherplatz, die Schule fĂźr KĂśrperbehinderte, ein Studentenwohnheim und ein Seniorenpflegeheim nach Fetscher benannt. Auf der Prager StraĂe, wo Fetscher ermordet worden war, lieĂ die Stadt Dresden einen Gedenkstein errichten, der jedoch später aufgrund von BaumaĂnahmen entfernt wurde. Seit dem Jahr 1974 wurde von der Stadt Dresden jährlich zum âTag des Gesundheitswesensâ der âDr.-Rainer-Fetscher-Preisâ vergeben. Der âFreundeskreis Rainer Fetscherâ, bestehend aus Kollegen, Freunden, Patienten und Studenten Fetschers, hielt die Erinnerung an Fetscher mit Artikeln und Gedenkfeiern wach und regte nach der Entfernung des Gedenksteins auf der Prager StraĂe die neuerliche Errichtung einer Gedenkstele an (1978), die heute auf dem Fetscherplatz zu besichtigen ist. âSein Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad in allen Schichten der Dresdner BevĂślkerung war so groĂ, dass eine nähere BegrĂźndung fĂźr diese Ehrungen insbesondere in den ersten Jahren nicht erforderlich erschien.âcite-ref-lienert28-21-4[21]
Am 20. August 2013 bat Hans-JĂźrgen Westphal die Stadt Dresden, Rainer Fetscher auch an dem Ort seiner Ermordung ein Gedenken zu bereiten. Seit dem 16. November 2013 gibt es an der Prager StraĂe, Ecke FerdinandstraĂe, auf einer Gehwegplatte das eingemeiĂelte âF.â, den Fetscherstein. Das âF.â erinnert gleichzeitig an die Gruppe der Antifaschisten, die zusammen mit Fetscher am 8. Mai 1945 der Sowjetarmee entgegengingen.
Schriften
⢠Zur Frage der Knabenziffer beim Menschen. Hygien. Inst. d. Techn. Hochsch, Dresden 1923.
⢠Grundzßge der Erblichkeitslehre. Dt. Verlag fßr Volkswohlfahrt, Dresden 1924; 2. Auflage., Dresden 1929.
⢠Grundzßge der Rassenhygiene. Deutscher Verlag f. Volkswohlfahrt, Dresden 1924.
⢠Grundzßge der Eugenik. 2. Auflage. Dt. Verlag fßr Volkswohlfahrt, Dresden 1929.
⢠(Hrsg.): GesundheitspaĂ. Beltz, Langensalza u. a. 1925.
⢠Ăber den Austausch von Gesundheitszeugnissen vor der Ehe, in: Archiv fĂźr Soziale Hygiene und Demographie 2 (1926) 54â58.
⢠Ăber den Austausch von Gesundheitszeugnissen vor der Ehe. Charlottenburg 1926.
⢠Angewandte Erbbiologie, in: Archiv fĂźr Soziale Hygiene und Demographie 2 (1926) 128â130.
⢠Vererbung und Alkohol. Vortrag gehalten im Lehrgang gegen den Alkoholismus zu Merseburg am 14. Dez.1925 / Von Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Fetscher. Bezirksausschuà zur Abwehr des Alkoholismus, Merseburg 1926.
⢠Der Stand der Frage der Sterilisierung und Schwangerschaftsunterbrechung aus eugenischen GrĂźnden beim Menschen. In: Zeitschrift fĂźr induktive Abstammungs- und Vererbungslehre, Bd. XLI, H. 3/4, 1926, S. 375â393
⢠Abrià der Erbbiologie und Eugenik. Salle, Berlin 1927.
⢠Archiv fßr Rassenbilder. J.F. Lehmanns Verlag, Mßnchen 1927.
⢠Grundzßge der Erblichkeitslehre. J.F. Lehmanns Verlag, Mßnchen 1927.
⢠Aufgaben und Organisation einer Kartei der Minderwertigen. In: Mitteilungen der Kriminalbiologischen Gesellschaft, Jg. 1, 1928, S. 55â62.
⢠Bericht ßber die Ehe- und Sexualberatungsstelle Dresden fßr 1927. Mßnchen 1928.
⢠Der Geschlechtstrieb. Einfßhrung in die Sexualbiologie unter besonderer Berßcksichtigung der Ehe. Reinhardt, Mßnchen 1928.
⢠Vererbung und Kriminalität. Berlin 1928.
⢠u. a.: Zwischen Naturwissenschaft und Geschichte. Vorträge der Abteilung XIII b der 89. Versammlung deutscher Naturforscher und Ărzte in DĂźsseldorf 1926. Zentralstelle fĂźr Dt. Personen- und Familiengeschichte, Leipzig 1928.
⢠Sozialhygiene und Krankenversicherung. Dresden 1930.
⢠mit Otto Huntemßller: Der gesunde Mensch. Hygiene. Lutz, Stuttgart 1930.
⢠mit Adolf Thiele: Praxis der Eheberatung. Schriftleitung der Blätter f. Wohlfahrtspflege, Dresden 1931.
⢠Bearbeiter von August Forel: Die sexuelle Frage. 16. Auflage. Reinhardt, Mßnchen 1931.
⢠Rainer Fetscher: Die wissenschaftliche Erfassung der Kriminellen in Sachsen. In: Monatsschrift fĂźr Kriminalpsychologie und Strafrechtsreform, Jg. 23 1932, S. 321â335.
⢠Der Stand und die Zukunft der Eheberatung in Deutschland. Berlin, Leipzig 1933.
⢠Erbbiologie und Staat. Frankfurt am Main, Berlin 1933.
⢠Rassenhygiene. Eine erste Einfßhrung fßr Lehrer. Dßrr, Leipzig 1933.
⢠mit Agnes Bluhm: Die Alkoholfrage in der Erbforschung. Zwei Aufsätze. Neuland-Verlag, Berlin 1934; 2. Auflage. Berlin 1941.
⢠Alkohol und Vererbung. In: Unterrichtsblätter fĂźr Mathematik und Naturwissenschaften. 1934, S. 353â357.
⢠Abriss der Erbbiologie und Rassenhygiene. 2. Auflage. Salle, Frankfurt am Main 1934.
⢠Zur Erbprognose der Kriminalität. Leipzig 1934.
⢠Ăber männliche Sterilität. Urban & Schwarzenberg, Berlin, Wien 1935.
⢠Gedichte. (Fßr Freunde gesammelt). [Rat d. Landkreises Grossenhain, Abt. Gesundheitswesen], Zabeltitz 1957.
Literatur
⢠Marina Lienert, Caris-Petra Heidel: Rainer Fetscher (1895â1945). (PDF-Datei; 390 kB). In: Ărzteblatt Sachsen. 1/2010, S. 27â29.
⢠Steffen Sachse: Professor Dr. Rainer Fetscher 1895â1945. Leben, wissenschaftliches Wirken und humanistisches Vermächtnis eines Dresdner Arztes und Antifaschisten. Dissertation. Dresden 1990.
⢠Albrecht Scholz, Marina Lienert: Rainer Fetscher. Gedenkschrift aus Anlaà des 100. Geburtstages. TU Dresden (Hrsg.). UniMedia, 1996, ISBN 3-932019-03-2. TU Dresden, Uni-Shop, Publikationen
⢠Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 395.
⢠Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 160â165.
⢠JĂźrgen Simon: Kriminalbiologie und Zwangssterilisation. Eugenischer Rassismus 1920â1945. Waxmann, MĂźnster 2001, ISBN 3-8309-1063-0.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Kerstin Schneider: Die Stadt Dresden ehrt einen âRassistenâ. In: stern.de. 26. Oktober 2007, abgerufen am 25. Juni 2016.
cite-note-sch1-22. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 160.
cite-note-33. â Mitgliederverzeichnis. Stand der Landsmannschaft am 5. Mai 1928. Anhang zu den monatlichen Mitteilungen Nr. 4/5 von 1928 der Landsmannschaft Schottland zu TĂźbingen, Stuttgart 1928, S. IX.
cite-note-sch2-44. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 161.
cite-note-s1-55. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 161 f.
cite-note-66. â GĂźnther Heidel: Dresdner sozialhygienische BemĂźhungen und deren Schicksal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Zeitschrift fĂźr die gesamte Hygiene und ihre Grenzgebiete 33 (1987), S. 551â554, hier. S. 553.
cite-note-p1-77. â Dorit Petschel: 175 Jahre TU Dresden. Band 3: Die Professoren der TU Dresden 1828â2003. Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft von Freunden und FĂśrderern der TU Dresden e. V. von Reiner Pommerin, BĂśhlau, KĂśln u. a. 2003, ISBN 3-412-02503-8, S. 207 f.
cite-note-p2-88. â Reiner Pommerin: Die Geschichte der TU Dresden 1828â2003. BĂśhlau, KĂśln 2003, S. 185.
cite-note-sch3-99. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 162.
cite-note-1010. â Atina Grossmann: Reforming Sex. The German Movement for Birth Control and Abortion Reform, 1920â1950. Oxford UP, New York 1995, S. 163.
cite-note-1111. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 162 f.
cite-note-1212. â Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. TagebĂźcher 1933â1942. Bd. 2, 1942â1945. hg. von Walter Nowojski. Aufbau Verlag, 10. Aufl., Berlin 1998, Eintrag 16. März 1942, S. 46, zit. Eintrag 19. April 1942, S. 68.
cite-note-lienert29-1313. â Marina Lienert, Caris-Petra Heidel: Fetscher. 2010, S. 29.
cite-note-1414. â Albrecht Scholz: Fetscher, Rainer. In: Volkmar Sigusch, GĂźnter Grau (Hrsg.): Personenlexikon der Sexualforschung. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 163.
cite-note-1515. â Thomas Widera: Dresden 1945â1948. Politik und Gesellschaft unter sowjetischer Besatzungsherrschaft. V & R, GĂśttingen 2004, S. 54 f.; Reiner Pommerin: Die Geschichte der TU Dresden 1828â2003. BĂśhlau, KĂśln 2003, S. 216.
cite-note-1616. â JĂźrgen Simon: Kriminalbiologie und Zwangssterilisation. Eugenischer Rassismus 1920 bis 1945. Waxmann, MĂźnster 2001, S. 133â136, zit, S. 134.
cite-note-1717. â JĂźrgen Simon: Kriminalbiologie und Zwangssterilisation. Eugenischer Rassismus 1920 bis 1945. Waxmann, MĂźnster 2001, S. 136.
cite-note-1818. â Marina Lienert, Caris-Petra Heidel: Rainer Fetscher (1895â1945). In: Ărzteblatt Sachsen. 1/2010, S. 27.
cite-note-1919. â JĂźrgen Simon: Kriminalbiologie und Zwangssterilisation. Eugenischer Rassismus 1920 bis 1945. Waxmann, MĂźnster 2001, S. 144.
cite-note-2020. â Sonja SchrĂśter: Psychiatrie in Waldheim/Sachsen (1716â1946). Ein Beitrag zur Geschichte der forensischen Psychiatrie in Deutschland. Mabuse Verlag, Frankfurt am Main 1994, S. 84.
cite-note-lienert28-2121. â Marina Lienert, Caris-Petra Heidel: Fetscher. 2010, S. 28.
cite-note-2222. â Julia Paulus: Kommunale Wohlfahrtspolitik in Leipzig 1930 bis 1945. Autoritäres Krisenmanagement zwischen Selbstbehauptung und Vereinnahmung. BĂśhlau, KĂśln 1998, S. 148â150.
cite-note-2323. â Gisela Bock: Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Studien zur Rassenpolitik und Frauenpolitik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1986, S. 48.
cite-note-2424. â Werner Brill: Pädagogik der Abgrenzung. Die Implementierung der Rassenhygiene im Nationalsozialismus durch die Sonderpädagogik. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, S. 39.
cite-note-2525. â JĂźrgen Simon: Kriminalbiologie und Zwangssterilisation. Eugenischer Rassismus 1920 bis 1945. Waxmann, MĂźnster 2001, S. 143.
cite-note-2626. â Werner Brill: Pädagogik der Abgrenzung. Die Implementierung der Rassenhygiene im Nationalsozialismus durch die Sonderpädagogik. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, S. 48.
cite-note-2727. â Werner Brill: Pädagogik der Abgrenzung. Die Implementierung der Rassenhygiene im Nationalsozialismus durch die Sonderpädagogik. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, S. 43.
cite-note-2828. â Atina Grossmann: Reforming Sex. The German Movement for Birth Control and Abortion Reform, 1920â1950. Oxford UP, New York 1995, S. 73.
cite-note-2929. â Horst Biesold: Crying Hands. Eugenics and Deaf People in Nazi Germany. Gallaudet UP, Washington D.C. 1988, S. 22.
cite-note-3030. â Werner Brill: Pädagogik der Abgrenzung. Die Implementierung der Rassenhygiene im Nationalsozialismus durch die Sonderpädagogik. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, S. 238, 249 f., zit, S. 250. Vgl. auch Ernst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2001, S. 98.
Weblinks
Commons
: Rainer Fetscher
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Rainer Fetscher im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek